Von Sachargumenten statt von Emotionen leiten lassen

CDU-Verbände des Diepholzer Landes informierten sich über Energiewende

Dr. Joachim Pfeiffer (5. v. r.) und Markus Radmacher (5. v. I.) mit den heimischen CDU-Abgeordneten aus Bundestag und Landtag sowie den Vertretern der fünf CDU-Verbände. ■ Foto: Bartels

Dr. Joachim Pfeiffer (5. v. r.) und Markus Radmacher (5. v. I.) mit den heimischen CDU-Abgeordneten aus Bundestag und Landtag sowie den Vertretern der fünf CDU-Verbände. ■ Foto: Bartels

REHDEN • Wird es auch in Zukunft eine gesicherte Versorgung mit Energie zu bezahlbaren Preisen in Deutschland geben? Die Antwortet darauf lautet „Ja“ – so Dr. Joachim Pfeiffer, der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Bundestag.

Unter dem Titel „Sichere Energie für alle!?“ hatte der CDU-Samtgemeindeverband Rehden die Mitglieder der fünf CDU-Verbände des Diepholzer Landes und Interessierte zu einem Gespräch über die Entwicklung der Energiewende eingeladen. „Wir sind auf einem guten Weg“, versicherte er den rund 50 Zuhörern im Saal der Rehdener Rats Stuben und untermauerte seine Einschätzung mit einer Vielzahl von Daten.

„Die Lösung liegt im Energiemix“

Es gebe noch viele ungenutzte Potentiale bei der Energieeffizienz. Die Lösung liege in einem Energiemix im marktwirtschaftlichen Rahmen, wobei auch die erneuerbaren Energien in den Markt zu integrieren seien. Ob auch das Fracking ein Teil des Energiemixes sein kann, ist laut Pfeiffer noch nicht abschließend beantwortet. Er plädierte dafür, das Verfahren zur Gewinnung von Schiefergas drei Jahre lang in Ruhe zu erforschen und anschließend genau die Umweltverträglichkeit zu analysieren, bevor eine politische Entscheidung über die Zulassung getroffen wird. Aus dem Ausland werde die Energiewende allerdings mit einer Mischung aus Erstaunen, Bewunderung und Kopfschütteln verfolgt. Für die Zukunft empfiehlt Pfeiffer, sich auf die Sachargu-mente zu besinnen: „Wir sollten uns nicht von emotional vorgetragenen Einwänden beeindrucken lassen.“

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte Pfeifer sich durch den Erdgas Speicher in Rehden führen lassen. Wie diese Anlage funktioniert und welche Aufgaben sie erfüllt, stellte Markus Radmacher vom Betreiber Astora aus Kassel im Detail vor.

Dabei ging er auch auf die geplante Übertragung des Speichers an den russischen Erdgasproduzenten Gaz-prom ein, die im Dezember als Folge der Ukraine-Krise und der Spannungen zwischen Russland und dem Westen gestoppt wurde. Sorgen bezüglich der Übertragung seien unbegründet gewesen, versicherte Radmacher:    „Egal wem der Speicher gehört, der bleibt in Rehden und kann nicht weg.“ Somit sei auch in Zukunft die Versorgung gesichert. ■ hab

(Bericht im Diepholzer Kreisblatt vom 08.05.2015)

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